KaufberatungHochbeet

Hochbeet kaufen: Material, Größe und 4 Modelle im Vergleich

Jonas Kern · Garten & DIY
Akt. 8. August 2026 · 10 Min Lesezeit
Bepflanztes Hochbeet aus verzinktem Metall in einem Hausgarten, daneben ein Mann mit Gartenhandschuhen
Bild: erntedankt.de (KI-generiert)

Ein Hochbeet kaufen ist schnell gemacht, ein Hochbeet zwei Jahre später wieder abbauen dagegen nicht. Ich habe in fünfzehn Jahren mehr Beete aufgestellt, als ich zählen kann, und die Fehlkäufe waren fast nie eine Frage der Marke. Sie waren eine Frage von drei Maßen. Wenn die stimmen, arbeitest du gern an dem Ding. Wenn nicht, stehst du im dritten Sommer davor und ärgerst dich über etwas, das du nicht mehr ändern kannst.

Auf ein Maß schaue ich zuerst, und es ist nicht die Länge. Welches es ist und warum es über die nächsten zehn Jahre entscheidet, löse ich weiter unten auf.
Meine Empfehlung auf einen Blick
Testsieger
Arebos Hochbeet Metall 180 × 90 × 79 cm, verzinkter Stahl
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Preis-Tipp
HABAU Hochbeet „Hanna“ 80 × 40 × 79 cm, FSC-Holz
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Premium
Metzler Hochbeet Stahl in Holzoptik, 150 × 75 × 77 cm
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Kurz eingeordnet: Das Arebos aus verzinktem Stahl ist mein Allrounder für den Garten, weil es die richtige Arbeitshöhe mit viel Volumen und null Pflegeaufwand verbindet. Das HABAU Hanna ist der Preis-Tipp für Balkon und Terrasse und der günstigste ehrliche Einstieg. Das Metzler in Holzoptik ist die Wahl, wenn das Beet vor dem Wohnzimmerfenster steht und trotzdem Metall sein soll. Das HOFGARTEN nehme ich als vierten Kandidaten dazu, weil es zeigt, wo die Grenze zwischen Hochbeet und Beeteinfassung verläuft. Warum jeweils, steht unten.

Die vier im direkten Vergleich

Produktvergleich: Arebos Metall 180×90, HABAU Hanna 80×40, Metzler Holzoptik 150×75, HOFGARTEN QuickGrow 200×60. Produkte stehen in Spalten, Merkmale in Zeilen.
MerkmalEmpfehlungArebos Metall 180×90Preisklasse 2 von 3, MittelklasseHABAU Hanna 80×40Preisklasse 1 von 3, günstigMetzler Holzoptik 150×75Preisklasse 3 von 3, gehobenHOFGARTEN QuickGrow 200×60Preisklasse 2 von 3, Mittelklasse
Maße180 × 90 × 79 cm80 × 40 × 79 cm150 × 75 × 77 cm200 × 60 × 42 cm
Volumen1238 Lfür Balkon/Terrasse866 Ln. a.
Materialverzinkter StahlHolz (FSC-zertifiziert)Stahl, HolzoptikStahl, rostgeschützt
Arbeitshöhe79 cm79 cm77 cm42 cm
Bodenoffengeschlossen, mit Vliesoffenoffen
Für wen?viel Beetfläche fürs Geld, wenn der Platz im Garten da istfür Balkon und Terrasse, wenn es klein und schnell aufgebaut sein sollwenn das Beet nach Holz aussehen, aber wie Metall altern sollwenn die Beetform noch offen ist und du modular aufbauen willst
Zum AngebotPreis prüfen *Preis prüfen *Preis prüfen *Preis prüfen *

Arebos Metall: der Allrounder für den Garten

▸ Das brauchst du dafür
AllrounderPreisklasse 2 von 3, Mittelklasse
Arebos Hochbeet Metall 180 × 90 × 79 cm, verzinkter Stahl
1,80 × 0,90 × 0,79 m aus verzinktem Stahl, rund 1.238 Liter Füllvolumen, offener Boden – viel Beet für wenig Geld und ohne Pflegeaufwand.

Für wen: alle, die im Garten ein festes, großes Beet wollen und nicht jedes dritte Jahr streichen mögen. Die Maße rechne ich dir vor, weil sie die Kaufentscheidung tragen: 1,80 × 0,90 × 0,79 m ergeben rechnerisch rund 1.280 Liter. Der Hersteller schreibt 1.238, und das passt, denn oben bleiben ein paar Zentimeter Rand stehen, sonst schwemmt dir der erste Starkregen die Erde über die Kante. Die 79 cm Arbeitshöhe sind die Zahl, wegen der ich überhaupt zum Hochbeet geraten habe: Bei der Höhe bleibt dein Rücken beim Jäten gerade.

Verzinkter Stahl macht das, was Holz nicht macht, nämlich nichts. Er verzieht sich nicht, er fault nicht, und er will keinen Anstrich. Der offene Boden lässt Wasser abziehen und Regenwürmer rein.

Ehrlicher Minuspunkt: Metall heizt sich an der Südseite ordentlich auf. Bei 1,80 m Länge merkst du das im Juli am Gießkannen-Verbrauch, da geht mehr Wasser rein als bei einem Holzbeet gleicher Größe. Und der offene Boden ist eine Einladung: Wühlmäuse kommen von unten, wenn du nicht vorher ein Gitter einlegst. Dazu unten mehr.

Verzinkte Stahlwand und verwitterte Holzbohle grenzen im Detail aneinander
Metall und Holz nebeneinander: der Unterschied zeigt sich erst nach ein paar Wintern · Illustration: erntedankt.de (KI-generiert)

HABAU Hanna: der Preis-Tipp für Balkon und Terrasse

▸ Das brauchst du dafür
Preis-TippPreisklasse 1 von 3, günstig
HABAU Hochbeet „Hanna“ 80 × 40 × 79 cm, FSC-Holz
80 × 40 × 79 cm aus FSC-zertifiziertem Holz, Vlies und Ablagefläche liegen bei – der günstigste ehrliche Einstieg für Balkon und Terrasse.

Für wen: Balkon, Terrasse, kleiner Hof. Wer erst herausfinden will, ob ihm das Gärtnern überhaupt liegt, bekommt hier für kleines Geld eine echte Arbeitshöhe von 79 cm, das Vlies für innen und eine Ablage darunter für Gießkanne und Handschuhe. Das Holz ist FSC-zertifiziert, was mir bei einem Produkt in dieser Preisklasse angenehm auffällt.

Ehrlicher Minuspunkt, und der ist wichtig: Mit 40 cm Tiefe ist das kein Hochbeet im klassischen Sinn, sondern ein Pflanzkasten auf Beinen. Der Schichtaufbau aus grobem Holz, Grünschnitt und Erde, von dem die Rotte-Wärme kommt, geht darin nicht auf. Du füllst es schlicht mit Erde und düngst nach. Für Salat, Kräuter und Radieschen reicht das vollkommen, für Kürbis oder Tomaten nicht. Dazu kommt: Holz im Freien will alle zwei bis drei Jahre Öl oder Lasur, sonst wird die Standzeit kurz.

Kleines Standhochbeet aus Holz auf einer Terrasse, bepflanzt mit Salat und Kräutern
Auf der Terrasse zählt eine andere Rechnung: erreichbar von allen Seiten, aber wenig Erde · Illustration: erntedankt.de (KI-generiert)

Metzler in Holzoptik: wenn das Beet auch aussehen soll

▸ Das brauchst du dafür
PremiumPreisklasse 3 von 3, gehoben
Metzler Hochbeet Stahl in Holzoptik, 150 × 75 × 77 cm
150 × 75 × 77 cm Stahl mit Holzdekor, 866 Liter, Mittelstrebe gegen das Ausbeulen – für Beete, die im Blickfeld stehen.

Für wen: Beete, die man vom Wohnzimmer aus sieht. 1,50 × 0,75 × 0,77 m ergeben 866 Liter, und die 866 stimmen hier auf den Liter mit der Herstellerangabe überein. Die Mittelstrebe ist kein Deko-Teil: Eine volle Füllung drückt nach außen, und lange Metallwände beulen ohne Querverbindung mit der Zeit aus. Bei 1,50 m Länge ist das eine sinnvolle Versicherung.

Ehrlicher Minuspunkt: Du zahlst gut das Vierfache des Einstiegsmodells für ein Beet, das rund 370 Liter weniger fasst als das Arebos. Das Geld kaufst du mit Optik und Verarbeitung, nicht mit Ertrag. Und die Holzoptik ist eine Beschichtung, keine Maserung: Aus zwei Metern Entfernung überzeugt sie, aus zwanzig Zentimetern siehst du den Druck.

HOFGARTEN modular: der Grenzfall

▸ Das brauchst du dafür
EmpfehlungPreisklasse 2 von 3, Mittelklasse
HOFGARTEN „QuickGrow“ Hochbeet Metall 200 × 60 × 42 cm, modular
200 × 60 × 42 cm, modularer Bausatz mit mehreren Aufbauvarianten – flexibel im Grundriss, aber niedrig.

Für wen: Leute, die noch nicht wissen, welche Form sie wollen. Der Bausatz lässt sich in mehreren Grundrissen zusammensetzen, und wer eine schwierige Ecke bespielen muss, ist damit freier als mit einem festen Rechteck.

Die Grenze, und ich sage sie deutlich: 42 cm sind keine Hochbeet-Höhe. Das ist eine erhöhte Beeteinfassung. Zum Gärtnern gehst du dabei in die Hocke oder auf die Knie, so wie im Bodenbeet auch. Wenn dein Grund fürs Hochbeet der Rücken ist, ist das hier das falsche Produkt. Wenn dein Grund abgegrenzte Beete und bessere Erde sind, ist es eine gute und günstige Lösung.

Worauf ich vor dem Kauf schaue

Jetzt zur Auflösung. Das Maß, auf das ich zuerst gucke, ist nicht die Länge, sondern die Breite. Der Grund ist banal: Du musst bis in die Mitte kommen, ohne dich auf die Erde zu stützen. Bequem greife ich etwa 60 bis 70 cm weit ins Beet. Steht das Beet frei und du kommst von beiden Seiten dran, sind also rund 1,20 m die Obergrenze, mit langen Armen vielleicht 1,40 m. Steht es an einer Wand oder Hecke, sind 70 cm Schluss.

Die Länge dagegen kostet dich nichts außer Erde. Ein Beet darf gern 2 m lang sein. Ist es aber 1,50 m breit und steht an der Wand, kommst du an die hintere Reihe nur noch mit dem halben Körper im Beet, und dort wächst dann Unkraut, bis du irgendwann aufgibst.

Person greift von der Längsseite eines Hochbeets bis zur Mitte des Beetes
Der Test vor dem Kauf: Kommst du bis in die Mitte, ohne dich hineinzulegen? · Illustration: erntedankt.de (KI-generiert)

Dahinter kommt die Höhe. 75 bis 80 cm ist die Klasse, in der du im Stehen arbeitest. Zwischen 60 und 75 cm geht es noch, darunter bückst du dich wieder. Und dann das Material, das ich so einordne:

  • Verzinkter Stahl ist pflegefrei und formstabil, heizt sich aber auf. Für ein festes Beet, das lange stehen soll, meine Standardempfehlung.
  • Holz sieht wärmer aus und puffert Temperaturschwankungen besser, will dafür alle paar Jahre einen Anstrich und ist irgendwann durch. Wer Holz mag, sollte innen Noppenfolie * zwischen Erde und Wand legen, das verlängert die Standzeit spürbar.
  • Selbst gebaut ist die günstigste Variante, wenn du Werkzeug und einen freien Samstag hast. Wie das aus Palettenrahmen geht, steht im Selbstbau-Ratgeber.

Was die Füllung kostet, bevor du dich erschreckst

Diese Rechnung übersehen die meisten, und sie ist der Grund, warum Leute nach dem Kauf zweimal in den Baumarkt fahren. Nimm das Arebos mit seinen rund 1.240 Litern. Wolltest du das komplett mit gekaufter Erde füllen, wären das über zwanzig Säcke à 60 Liter. Das kostet mehr als das Beet.

So macht es niemand, und so sollst du es auch nicht machen. Nur die oberen 20 cm sind die Pflanzschicht, und nur die kaufst du. Bei 1,80 × 0,90 m sind das 0,32 Kubikmeter, also rund 320 Liter oder etwa sechs Säcke torffreie Hochbeeterde *. Der Rest kommt aus dem Garten: grober Gehölzschnitt unten, Grassoden, Laub, Grasschnitt, reifer Kompost. Das kostet nichts und liefert die Rotte-Wärme, wegen der das Hochbeet im Frühjahr zwei Wochen Vorsprung hat. Die ganze Schichtenfolge steht ausführlich im Ratgeber zum Befüllen.

Rechne noch mit dem Sacken: Im ersten Jahr geht die Füllung gut zehn Zentimeter runter, danach weniger. Deshalb fülle ich im Herbst nach, dann ist im Frühjahr alles gesetzt.

Das Zubehör, das wirklich zählt

Bei offenem Boden führt kein Weg am Gitter vorbei. Wühlmäuse gehen von unten an die Wurzeln, und wenn du es einmal erlebt hast, legst du es nie wieder weg. Es muss vor der ersten Schaufel Füllung hinein und an den Innenwänden ein Stück hochgezogen werden, sonst laufen die Tiere seitlich am Gitter vorbei. Später nachrüsten heißt: Beet komplett ausräumen.

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Engmaschiges Drahtgitter liegt auf dem Boden eines noch leeren Hochbeets und ist an den Rändern hochgezogen
Das Gitter kommt vor der ersten Schaufel Füllung hinein, nicht danach · Illustration: erntedankt.de (KI-generiert)

Alles andere ist Kür und hängt von deiner Lage ab. Bei Holzbeeten schont Noppenfolie * an den Innenwänden das Material. Wer die Saison strecken will, setzt später einen Frühbeetaufsatz * auf, muss dann aber an sonnigen Tagen lüften, sonst kocht der Salat. Und wenn du in einer feuchten Gegend gärtnerst, ist eine Schneckenkante * an der Beetkante gut angelegtes Geld, allerdings nur, wenn sie lückenlos umläuft.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte ein Hochbeet sein?
75 bis 80 cm sind die rückenschonende Klasse, in der du im Stehen arbeitest. Zwischen 60 und 75 cm geht es noch, darunter bückst du dich wieder. Alles unter 50 cm ist eine Beeteinfassung, kein Hochbeet, auch wenn es so verkauft wird.
Hochbeet aus Metall oder Holz – was hält länger?
Verzinkter Stahl hält deutlich länger, weil er nicht fault und keinen Anstrich braucht. Holz ist wärmer im Blick und puffert Temperaturschwankungen besser, will dafür alle zwei bis drei Jahre Öl oder Lasur und ist irgendwann durch. Innen mit Noppenfolie ausgekleidet hält Holz spürbar länger.
Ist verzinktes Metall im Gemüsebeet bedenklich?
Die Frage kommt oft, und ich sage ehrlich: Ich habe dazu keine belastbare Aussage von einer amtlichen Stelle gefunden, weder eine Entwarnung noch eine Warnung. Was im Netz kursiert, stammt von Shops und Blogs. Wer sichergehen will, nimmt Holz oder kleidet die Innenwände mit Folie aus, sodass die Erde das Metall nicht berührt.
Wie viel Erde brauche ich für ein Hochbeet?
Gekaufte Erde brauchst du nur für die oberen 20 cm. Bei einem Beet von 1,80 × 0,90 m sind das rund 320 Liter, also etwa sechs Säcke à 60 Liter. Der Rest der Füllung kommt aus dem Garten: Gehölzschnitt, Grassoden, Laub, Grasschnitt und Kompost.
Braucht ein Hochbeet einen Boden?
Im Garten nein, ein offener Boden ist sogar besser: Wasser zieht ab und Regenwürmer kommen rein. Dafür gehört ein Wühlmausgitter unter die Füllung. Auf Balkon oder Terrasse brauchst du einen geschlossenen Boden mit Abflusslöchern und Vlies, sonst steht das Wasser oder läuft dir auf die Fliesen.

Wenn du magst, sagt dir die Seite per Push Bescheid, sobald der nächste Hochbeet-Ratgeber fertig ist. Bis dahin: Miss lieber einmal zu oft nach, bevor du bestellst. Das Beet steht länger als die Kaufentscheidung dauert.

Jonas Kern
Garten & DIY · zuletzt akt. 8. August 2026
Gelernter Garten- und Landschaftsbauer, seit über 15 Jahren Selbstversorger. Hat mehr Hochbeete gebaut, befüllt und wieder aufgerissen, als er zählen kann – und schreibt darüber, damit du dir den Ärger sparst.
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