Wenn du zum ersten Mal vor der Wand aus Weck-Gläsern stehst, im Laden oder im Browser, dann kenne ich dieses Gefühl: Sturzglas, Tulpenglas, 220 oder 580 Milliliter, Deckel, Ringe, Klammern, alles einzeln oder im Set. Man will doch nur Marmelade einkochen. Ich nehme dir diese Verwirrung gleich weg.
Kurz eingeordnet: Das Sturzglas 187 ist mein Allrounder, mit dem du ohne Frust anfängst. Die Tulpengläser sind die schöne Wahl für Marmelade und Geschenke. Das APS-Set ist der günstige Einstieg, wenn du erst einmal ausprobieren willst. Warum, liest du unten in den Einzel-Reviews.
Das Weck-System in einer Minute erklärt
Bevor du irgendetwas kaufst, hilft es zu verstehen, was ein Weck-Glas eigentlich ist. Es sind vier Teile, die zusammenarbeiten:

- der Glaskörper, in den du einfüllst,
- der Glasdeckel ohne Gewinde,
- der Gummi-Einkochring als Dichtung dazwischen,
- und zwei Edelstahl-Weckklammern, die den Deckel beim Einkochen halten.
Beim Erhitzen entweicht Luft aus dem Glas. Beim Abkühlen zieht sich der Rest zusammen, es entsteht ein Unterdruck, und der saugt den Deckel fest an. Danach nimmst du die Klammern ab – der Unterdruck allein hält jetzt. Der Unterschied zum Schraubglas: kein Metalldeckel, der rostet, keine Dichtung, die man nicht ersetzen kann. Beim Weck-Glas tauschst du das Verschleißteil einfach aus und benutzt das Glas ein Leben lang. Das ist es, was ich an dem System mag.
Welche Form für was?
Zwei Formen begegnen dir ständig, und die Wahl ist einfacher, als sie aussieht.

Das Sturzglas ist konisch und hat eine breite Öffnung. Dadurch bekommst du auch stückiges Gut gut hinein und wieder heraus: Gemüse, Suppen, eingekochtes Obst, Sauerkraut. Wenn ich einmache, um Vorrat anzulegen, greife ich zum Sturzglas.
Das Tulpen- oder Schmuckglas ist bauchig und hübsch. Es ist für die Sachen, die man auch herzeigt: Marmelade, Konfitüre, ein Dessert, ein kleines Geschenk aus der Küche. Praktisch ist es beim Befüllen etwas fummeliger, dafür steht es schöner auf dem Tisch. Für stückiges Gemüse würde ich es nicht nehmen.
Welche Größe brauche ich?
Kauf dich nicht an einer einzigen Größe fest – lieber zwei passende als eine falsche. Als grobe Richtschnur:
| Größe | Passt gut für |
|---|---|
| 160 – 220 ml | Marmelade, Konfitüre, Pesto, kleine Portionen |
| 290 – 370 ml | Kompott, eine Portion Gemüse, Aufstriche |
| 580 ml – 1 L | Suppen, eingekochtes Gemüse, größere Vorräte |
Faustregel: Denk in Portionen. Ein Glas ist im Idealfall in einem Rutsch aufgebraucht, wenn du es öffnest – dann bleibt nichts halb angebrochen im Kühlschrank stehen.
Die besten Weck-Glas-Sets im Vergleich
| Merkmal | EmpfehlungWeck Sturzglas 500 mlPreisklasse 2 von 3, Mittelklasse | Weck Tulpenglas 370 mlPreisklasse 2 von 3, Mittelklasse | APS Glas 200 mlPreisklasse 1 von 3, günstig |
|---|---|---|---|
| Inhalt | 500 ml | 370 ml | 200 ml |
| Menge | 4 Stück | 6 Stück | 12 Stück |
| Form | Sturzglas | Tulpenglas | Sturzglas |
| Maße | Ø 10,8 × H 10,7 cm, Öffnung Ø 9,4 cm | Deckel Ø 80 mm | Ø 9 × H 6 cm |
| Lieferumfang | Deckel, Gummiringe & Klammern | Deckel, Gummiringe & Klammern | nur Deckel — Ringe & Klammern separat |
| Für wen? | der Allrounder, wenn ein Glas für Gemüse und Eingekochtes reichen soll | wenn das Glas mit auf den Tisch oder als Geschenk soll | wenn du günstig auf Vorrat kaufst und trotzdem Weck-Gläser willst |
| Zum Angebot | Preis prüfen * | Preis prüfen * | Preis prüfen * |
Die Sets im Einzel-Review
Für wen: alle, die vielseitig einkochen wollen und nicht lange vergleichen mögen. Die breite Öffnung macht das Befüllen und Entleeren mühelos, Ringe und Klammern sind im Set dabei. Ehrlicher Minuspunkt: Die Form ist nüchtern – als Geschenkglas ist die Tulpe hübscher.
Für wen: alle, die einmachen und verschenken – Marmelade, Dessert, das kleine Mitbringsel. Auf dem Tisch macht die Form etwas her. Dafür ist die Öffnung schmaler: Für stückiges Gemüse ist das Tulpenglas unpraktisch.
Für wen: Einsteiger, die erst einmal mit kleinem Budget ausprobieren wollen; taugt auch zum Servieren. Aufpassen: Je nach Anbieter sind Ringe und Klammern nicht immer im Lieferumfang – vor dem Kauf prüfen und notfalls mitbestellen.
Das eine Bauteil, das über alles entscheidet

Jetzt löse ich dir das Versprechen vom Anfang ein. Wenn beim Einkochen etwas schiefgeht, wenn ein Glas nach zwei Wochen doch schimmelt, dann liegt das fast nie am Glas und fast immer am Gummi-Einkochring. Der ist ein Verschleißteil. Er wird mit der Zeit hart, spröde und rissig, und dann dichtet er nicht mehr sauber ab – der Unterdruck hält nicht, Luft und Keime kommen ins Glas.
Deshalb mein wichtigster Rat, den kein Set-Foto dir sagt: Prüfe die Ringe vor jedem Einkochen, und lege dir von Anfang an Ersatz zu. Ein alter Ring kostet dich das ganze Glas.
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Und falls dein Set knapp bestückt ist: Ein paar zusätzliche Edelstahl-Weckklammern * schaden nie, gerade wenn mehrere Gläser gleichzeitig in den Topf gehen.
Worauf du beim Kauf sonst noch achten solltest
- Kauf das Set komplett. Achte darauf, dass Deckel, Ringe und Klammern dabei sind. Fehlt eines, rechne den Nachkauf ein.
- Spülmaschinenfest sind die Gläser und Deckel; die Gummiringe wäscht du besser von Hand, das verlängert ihre Lebensdauer.
- Setze auf Standardgrößen. Je gängiger die Glasgröße, desto leichter bekommst du später passende Ersatzringe.
- Lieber ein zweites Set als zu wenige Gläser. In der Einkoch-Saison ärgert nichts so sehr wie drei Gläser zu wenig, wenn der Topf schon dampft.
Häufige Fragen zu Weck-Gläsern
Welche Weck-Glas-Größe brauche ich?
Sturzglas oder Tulpenglas – was ist der Unterschied?
Kann ich Weck-Gläser immer wieder verwenden?
Wie oft muss ich die Einkochringe wechseln?
Wie viele Gläser brauche ich als Einsteiger?
Wenn du magst, zeige ich dir als Nächstes, wie das Einkochen Schritt für Schritt abläuft – dann werden aus den leeren Gläsern volle.
